8.01.24 Lass mich nicht allein

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Gerade im Moment, zu dieser Sekunde, sitze ich hier, mein Bildschirm vor mir und bin mit meinen Gedanken allein. Meine Finger fliegen bewusst über die Tastatur, benötigen keine Augenkontrolle, welche Tasten sie drücken müssen, um meinen Augen das entsprechende Buchstabenbild zu zeigen. Dabei geben die Gedanken vor, wie das Bild auszusehen hat.

Jede Institution für sich allein. Dabei fühlt sich die einzelne Institution garnicht mal schlecht, obwohl sie allein für sich die Dinge tut. Erst zum Ergebnis fügt sich alles zusammen und ergeben ein Bild, welches Emotionen erzeugen kann. Ab hier kommen neben den Gedanken weitere Emotionen ins Spiel.

Ich kann ganz gut und auch mal gerne allein sein, mit mir und meinen Gedanken im Einklang und Zwiegespräch. Diese werden sortiert, möglichst in die richtigen Fächer einsortiert und gelagert, bis dass sie wieder gebraucht werden, um Erlerntes in der passenden Situation anwenden zu können.

Manchmal „gehen“ sie auch ganz andere Wege und bringen mich in die Bredouille, die aber gottlob bislang recht amüsant und harmlos waren. –lächel

Einsam hingegen bin ich nicht. Ich habe meine Kinder, meinen Mann, meine Familie und ich habe ein paar wertvolle Freunde und doch recht viele Bekannte, Kollegen. Auch die Klienten, für und mit denen ich arbeite, haben in meinem Leben einen wertvollen und auch liebevollen Platz.

Ich liebe meine Arbeit, fühle mich wohl in meiner kleinen und doch manchmal liebevoll chaotischen Welt. Bemerke gerade mal wieder, wie meine Gedanken die Muse so sehr inspiriert hat, die dann fleißig hingegangen ist, wie schon so oft oder fast immer, die Einleitung zu meinem heutigen Beitrag als Kaugummi bis nach Nimmerlandsland gezogen und mit einem lauten Klatsch in mein Gesicht platschen ließ.

Das ist dann der Moment, an dem ich mich neu sortiere und zum eigentlichen Thema kommen möchte, welches mir gerade heute wieder im Kopf herumgeistert.

Ich habe vor vielen Monaten mal über Ramona erzählt. Eine anonymisierte Klientin, die ich schon seit einigen Jahren mit einer Kollegin gemeinsam betreue. Wer diese Geschichte lesen möchte, ein erstes oder weiteres Mal, findet hier den Beitrag.

Es sind mittlerweile weitere zwei Jahre ins Land gegangen, mit einigen Höhen aber auch vielen Tiefen die Ramona erlebt und die wir gemeinsam, so gut es eben ging, gemeistert haben. Im Chaos der Gefühle befindet sich Ramona auch immer noch. Aufgrund der kognitiven starken Einschränkung wird sich auch daran kaum etwas ändern. Wir können nur immer versuchen, der „Rettungsanker“, „Erklärmensch“ oder auch die „Tröstbiene“ zu sein, damit sich Ramona besser fühlt.

Bevor dieser Text noch länger wird, habe ich beschlossen, die derzeitige Geschichte um Ramona zu vertagen. Ich muss denn dann auch mal in meinem Alltagsmodus Dinge erledigen… Enkel wecken, frühstücken und aus der Tür – das meine, heutige Arbeitsleben begrüßen und versorgen ❤ Mal schauen, was mich heute erwartet?

Euch allen wünsche ich einen wundervollen Start in den Dienstag! Passt gut auf euch auf und bleibt gesund! Bis bald ❤

Eine Antwort zu „8.01.24 Lass mich nicht allein“

  1. Avatar von Monika-Maria Ehliah

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